Hannover/Augsburg, 17. April 2002. Eine neun Tonnen schwere Windradnabe mit einem Durchmesser von rund drei Metern zeigt die MAN B&W Diesel AG, Augsburg, seit Montag auf der Hannover Messe Industrie. Bis zum kommenden Sonnabend, 20. April, ist das überdimensionale Exponat auf dem Gemeinschaftsstand des Deutschen Gießerverbandes in Halle 3, Stand 25, zu sehen. Die Messebesucher können es sich in der Windradnabe sogar bequem machen: Ausgestattet mit Sitzbänken und Tischen dient das Gießereiprodukt während der Messe als Treffpunkt für Gespräche.
„Mit dieser ausgefallenen Präsentation wollen wir auf die hohe Qualität und Präzision unser Gußprodukte aufmerksam machen“, sagte Rolf Vinck, Hauptabteilungsleiter Gießerei bei der MAN B&W Diesel AG.
Seit mehr als 100 Jahren ist die Gießerei einer der wichtigsten Bestandteile der MAN B&W Gruppe. Am Standort Augsburg werden neben dem Guß für Dieselmotoren und Druckmaschinen auch komplizierte Getriebegehäuse, große Gasverdichtergehäuse, Werkzeugmaschinenbetten für Bearbeitungszentren, sowie hoch beanspruchbare Naben und Rahmen für Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1,5 Megawatt hergestellt. Als Werkstoffe werden Gusseisensorten höchster Qualität in einem Gewichtsbereich bis über 100 Tonnen pro Stück eingesetzt. Mit 25.000 Tonnen verkauftem Guß gehört die MAN B&W-Gießerei zu den drei größten Handformgießereien in Deutschland. Der Fremdgussanteil beträt rund 25 Prozent. Zur Zeit verlassen an jedem Tag ein kompletter Satz für Windkraftanlagen, bestehend aus einer neun Tonnen schweren Nabe – wie sie auch in Hannover zu sehen ist – und einem acht Tonnen schweren Grundrahmen die Gießerei.