München, 20. Juni 2005. Die MAN B&W Diesel Gruppe und die China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC) haben eine umfassende Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion von Großdieselmotoren vereinbart. Das jetzt in München unterzeichnete Rahmenabkommen enthält zudem eine enge Kooperation bei der Beschaffung und dem Bau von Komponenten, der Schulung von Mitarbeitern sowie bei der Fertigung für MAN-B&W-Turbolader. Die Vertragsunterzeichnung stand im Mittelpunkt eines umfassenden Besuchs einer Delegation von CSIC bei MAN B&W in Kopenhagen, Augsburg und München.
„Mit diesem Abkommen werden wir unsere Zusammenarbeit vertiefen und erweitern. Der Ausbau unserer Kooperation eröffnet CSIC und MAN neue Chancen, sich auf dem wachsenden Schiffbaumarkt effizient und zum allseitigen Nutzen gemeinsam zu positionieren“, sagte Håkan Samuelsson, Vorstandsvorsitzender der MAN AG, bei der Vertragsunterzeichnung. „Mit MAN B&W haben wir einen exzellenten Partner mit der größten Erfahrung in der Entwicklung und dem Bau von Großdieseln an unserer Seite,“ betonte Li Changyin, President von CSIC.
MAN B&W und CSIC verbindet eine langjährige Partnerschaft. Die chinesische Werftengruppe verfügt bereits über MAN-B&W-Lizenzen zum Bau von Zweitakt-Motoren und mittelschnelllaufenden Viertakt-Aggregaten. Die jetzt unterzeichnete Rahmenvereinbarung beinhaltet eine engere technische Zusammenarbeit für alle Motortypen. Künftig werden auch die großen MAN-B&W-Mittelschnellläufer bei CSIC und den verbundenen Unternehmen als Lizenzprodukte sowie Komponenten für Radial- als auch Axial-Turbolader gefertigt. Zudem wird CSIC beim Aufbau einer eigenen Kurbelwellenfertigung in China von MAN B&W unterstützt. Ziel beider Unternehmen ist es außerdem, beträchtliche Synergieeffekte über ein gemeinsames Produktions- und Einkaufsvolumen zu erreichen. So ist geplant, Motorenteile in China gemeinsam zu beschaffen und zu produzieren.
CSIC ist Chinas größtes Schiffbauunternehmen und der führende Schiffsausrüster des Landes. Zur Unternehmensgruppe gehören 47 Industriefirmen, 28 Forschungseinrichtungen und weitere 15 Unternehmensbeteiligungen. Insgesamt sind 160 000 Mitarbeiter in 20 Provinzen und Städten beschäftigt.
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